Die Produkt-Analyse ist:

Dein Instrument für Deine strategische Planung

Sie dient der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung

 
 

Vorwort:

 

Du frägst Dich also auch, wie die strategische Position Deiner Produkte aussieht!

Dann solltest Du Dich auch fragen, wie Du mit einfachen analytischen Mitteln die Stärken und Schwächen Deiner Produkte darstellen kannst!

Wir zeigen Dir hier, in einigen Schritten, wie durch Deine Produkt-Analyse (SWOT-Analyse) die Chance für neue Potentiale finden kannst.

Diese Analyse betrachtet, aus der Sicht Deines Produktes, interne und externe Einflussfaktoren.

Gerade für Neulinge in der Branche, die ein neues Produkt anbieten wollen und weder das Produkt, noch den Markt kennen, ist diese Analyse
eine außerordentliche Gelegenheit, das Umfeld Deines Produktes zu betrachten und Dir gleichzeitig Meinungen aus Deinem Team zu erörtern.

Dadurch erhältst Du verschiedene Meinungen mit verschiedenen Betrachtungsweisen, die Dir ein umfassendes Bild von der Produktsituation.

 

Analyse der Stärken und Schwächen:

 

Zuerst sollten wir die Stärken und Schwächen Deines Produktes analysieren.

Hier gilt es heraus zu finden, welche positiven oder negativen Einflüsse Deines Unternehmens,
auf den Absatz und auf die Eigenschaften Deines Produktes wirken.

Achte darauf, dass Du nicht nur den momentanen Einfluss analysierst, sondern auch die Vergangenheit und die Gegenwart betrachtest.

  • Stärken-Analyse:
    • Preis
    • Design
    • Qualität
    • Sicherheit
    • Innovation
    • Marktanteil
    • Funktionalität
    • Zuverlässigkeit
    • Kundenloyalität
    • Wiederkaufrate
    • Customer Service
    • Bekanntheitsgrad
  • Schwächen-Analyse:
    • time-to-market
    • Innovationsgrad
    • Marketing-Budget
    • Vertriebsleistungen
    • Garantieleistungen
    • Mitarbeiter-Knowhow
    • Preis-Leistungs-Verhältnis
    • Customer Service/Beschwerdemanagement

Hier zeigen wir dir die Einflussfaktoren auf, die von außen auf Dein Produkt wirken, jedoch von Dir weder beeinflusst noch kontrolliert werden können.

  • Nicht beeinflussbare Faktoren:
    • neue Gesetze
    • Förderungsmittel
    • Wirtschaftssituation
    • politische Veränderungen
    • technologische Neuheiten
    • Demographische Veränderungen
    • Änderungen im Konsumentenverhalten
    • neue Trends bei Abnehmern und Kunden

Zusätzlich stellt sich die Frage, welche zukünftigen Veränderungen Dein Produkt verändern oder den Absatz Deines Produktes negativ beeinflussen.

  • Negative Einflussfaktoren:
    • Währungseinflüsse
    • Kundenverhalten ändert sich
    • Wegfall von Handelsbarrieren
    • neue Gesetze mit höheren Auflagen
    • Umwelteinflüsse und Katastrophen
    • neue/spezialisierte/aggressive Mitbewerber
    • politische und wirtschaftliche Veränderungen

Vergleiche Dich nun mit Deinem größten Konkurrenten, behalten den Überblick mit einfachen, gut nachvollziehbaren Bewertungskriterien, wie:

  • klein
  • mittel
  • groß

Letztendlich kannst Du, an Hand der bisher erhaltenen Ergebnissen, folgende Kombinationen vollziehen:

  • Kombiniere die Schwächen mit den Gefahren
  • Setzte wenig Mittel ein, welche die Gefahren abwenden.

  • Kombiniere die Schwächen mit den Chancen
  • minimiere oder reduziere die Schwächen, um die Chancen für Dein Produkt optimal nutzen und vermarkten zu können.

  • Kombiniere die Stärken und die Gefahren
  • Gilt es abzuwägen, ob Investitionen die Stärken zu einem neuen Trend entwickeln!

  • Kombiniere die Stärken mit den Chancen
  • Nutze diese zu Deinem Produktvorteil aus!

Priorisiere nun die Chancen und Gefahren anhand der strategischen Ausrichtung für Dein Produkt und leite die richtigen Maßnahmen ein.

 

Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten

 

Wenn Du Dein Unternehmen lediglich über die reinen Zahlen (Bilanz etc.) bewertest, scherst Du sprichwörtlich alles über einen Kamm,
denn Du betrachtest somit nur das gemeinsame Ergebnis. Es sei denn, es wird eine konsequente Kostenstellenrechnung durchgeführt,
doch Unternehmen mit einer solchen – relativ aufwendigen – Vorgehensweise bilden jedoch die Minderheit.

Beginnst Du Dein Angebot aus einem anderen Blickwinkel zu beurteilen,
kommst Du zu den Eigenschaften Deiner verschiedenen Dienstleistungssparten.

Diese sind vergleichbar mit den sogenannten Soft-Skills, die vor allem im Personalbereich zum Tragen kommen.

Weiterleitung zum Bericht

Hier spielen unter anderem die Faktoren der sozialen, kommunikativen und der kulturellen Art eine Rolle.

Es handelt sich um Schlüsselparameter, die auch in Deiner Dienstleistung oder in Deiner Produktleistung eine große Rolle spielen,
denn sie haben einen entscheidenden Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg.

Wir raten Dir in jeder Analyse auch Deine Mitarbeiter einzubeziehen, wenn es sich um Parameter handelt, die subjektive Kriterien hinzuziehen.

Hier sind Einschätzungen aus unterschiedlichen Quellen einfach nur zielführend.

  • Empfehlungen zur Produktanalyse:
    • Vorbeugende Aspekte:
    • Diese vorbeugende Maßnahmen / Vorsätze sind von der Eigenschaft betroffen, dass sie im allgemeinen Tagesgeschäft meist untergehen.

      Nutze also die Chance, durch Meetings oder andere Maßnahmen, die Vorsätze schriftlich fest zu halten,
      damit sie im weiteren Ablauf nicht untergehen.

    • Mitarbeiter:
    • Zielsetzung ist es hier, dass sich Deine Mitarbeiter mit dem Unternehmen oder dem Produkt identifizieren.

      Daher ist es unumgänglich, sämtliche Optimierungen mit allen Betriebsangehörigen zu besprechen,
      um die Ressourcen aller möglichen Blickwinkel richtig zu beleuchten und somit eine optimierte Entscheidung fällen zu können.

    • Kauf, Übernahme, Einstieg, Gründung:
    • Dies ist eine sehr große Herausforderung für Dich als Interessenten,
      denn jeder Partner berät Dich nur mit den allerbesten Fakten seiner Facette.

      Hat sich das Angebots-Portfolio nicht allzu sehr verändert und das Unternehmen besteht schon längere Zeit,
      sprechen die Bilanz-Zahlen eine sehr deutliche Sprache.

      Handelt es sich um eine Neugründung oder ein junges Unternehmen, gilt es eine Produktanalyse zu vollziehen.

    • Erweiterung/Verkleinerung des Angebots:
    • Neue Produkte oder Dienstleistungen müssen analysiert sein, damit nicht freistehende Ressourcen falsch investiert werden.

      Genauso gilt es bei der Verkleinerung der Dienstleistung zu prüfen, welche Bereiche am wenigsten gefragt sind,
      ob deren möglichen Potenziale nicht erkannt und nicht entsprechend gewinnbringend genutzt werden, um die Investitionen zu optimieren.

    • Nicht (mehr) zufriedenstellendes Geschäftsergebnis:
    • Nun ist es allerhöchste Zeit für Dich, schnellstmöglich eine Analyse zu vollziehen, denn wenn Du Dich hier befindest,
      hast Du dem vorbeugenden Aspekt, offensichtlich nicht die nötige Aufmerksamkeit geboten.

Wie Du siehst ist die Produktanalyse eine wertvolle Unterstützung bei anstehenden Entscheidungen.

 

Probleme bei der Produktanalyse

 

Bei der Produktanalyse differenziert man stets zwischen den „weichen Faktoren“ und den „harten Faktoren.“

Die Schwierigkeit liegt darin, einigermaßen zutreffende, bzw. korrekte Bewertungen der unterschiedlichen Faktoren zu erreichen.

  • Harte Faktoren:

    Dies sind die reinen Zahlenwerte der Analyse.

  • Weiche Faktoren:

    Hierzu zählen das Image des Produkts oder der Dienstleistung, Aufmachung, Abhängigkeiten von Trends,
    Möglichkeiten der Direkt- oder Fremdvermarktung sowie auch der besondere Nutzen oder das Alleinstellungsmerkmal.

Beide Faktoren sind von gleicher Wichtigkeit!

Doch werden wir gleich sehen, dass im Gegensatz zu den „weichen Faktoren“ die „harte Faktoren“ eine viel aufwendigere Analyse benötigen.

Stell Dir vor Dein Produkt wäre aus der Kunststoffformgebung und bietet den Verbrauchern im Gefahrengut (giftige & ätzende Stoffe) einen ganz besonderen Nutzen.

Deine Vertriebswege sind:

  • Direktvertrieb:

      Trete mit Deinem Produkt per Mailing-Aktionen an mutmaßliche Kunden aus dieser Branche.

      Nutze zur Akquirierung der Adressdaten alle Möglichkeiten:

      • Branchenbuch
      • Suchfunktionen im Internet
      • Adressen Verlage
    • Werbevertrieb:

      Nutze Fachzeitschriften, um Deine bevorzugte Kundengruppe zu erreichen.

      Auch hier lässt sich der Werbeerfolg über die Rücklaufquote sehr gut messen bzw. bewerten.

    • Internet Vertrieb:

      Hier sind die Kosten auch sehr überschaubar und Du kannst gezielte Werbung über die Suchmaschinen vollziehen.

      Alle hier entstehenden Kosten der Vertriebswege kannst Du sehr gut abgrenzen.

      Ein weiterer Vorteil ergibt sich ganz klar aus der Analyse der getätigten Vertriebswege.

      Du wirst erkennen welche Vertriebswege von welchen Endkunden genutzt wurden und durch welche Vertriebswege das beste Ergebnis (Investition = Rendite) erreicht wurde.

      Dies erleichtert Deine Entscheidung, ob ein bestimmter Vertriebsweg noch ausgebaut oder eingestellt werden soll.

      Weitere neue Vertriebswege lassen sich an den Erfolgen der bewährten Vertriebswege gut bemessen.

      Viel schwieriger wird es nun bei der Bewertung der weichen Faktoren.

      Folgende Fragen eröffnen sich bei der Bewertung Deiner Partner:

      • Welchen Stellenwert hat das Image Deines Produktes?
      • Wie ist die Wahrnehmung Deines Produktes bei den Mitbewerbern?
      • Ist der ökologische Vorteil Deines Produktes auf den ersten Blick erkennbar?
      • Werden die Zusatznutzen Deines Produktes von den potenziellen Käufern sofort erkannt?
    • persönliche Vertrieb:

      Nutze Kosnumentenmessen und stelle Dein Produkt, dem potenziellen Käufer direkt vor.

      Biete den Interessenten:

      • genug Informationsmöglichkeiten
      • Bestellmöglichkeit in den Informationen
      • den direkten Erwerb vor Ort

    Wie Du siehst, wird es einige Schwierigkeiten bereiten, um eine zutreffende Bewertung zu erhalten.

    Da die Bewertungen von weichen Faktoren vielfach subjektiven Maßstäben unterliegt, solltest Du möglichst viele Informationsquellen nutzen.

    Nutze neben Deiner erreichten Statistiken stets Meinungsumfragen bei den Kunden, sowie Rückgespräche bei Deinen Mitarbeitern,
    um Dein Angebot zu reflektieren und zu optimieren.

    Generell eignet sich die Produktanalyse nicht nur für die Bewertung von Produkten, sondern natürlich auch für alle Arten von Dienstleistungen.

     

    Harte Faktoren

     

    Wie schon erwähnt sind im Gegensatz zu den „weichen Faktoren“ die Harten einfacher zu bewerkstelligen,
    denn diese beziehen sich normalerweise auf:

    • Fakten
    • Zahlen
    • Auswertungen
    • Vergleiche

    Zu den harten Faktoren zählen insbesondere:

    • Fixe Kosten:

      Die fixen Kosten sind ein Teil Deiner Gesamtkosten, die für einen bestimmten Zeitraum konstant bleiben.

      Das Gegenteil der Fixkosten sind die variablen Kosten. Den Anteil an variablen und fixen Kosten errechnest Du durch die Kostenauflösung.

      Hast Du einen langfristigen Betrachtungszeitraum, dann hast Du auch somit keine Fixkosten.

      Dieser Wert bezieht sich auf Deine Geschäftskosten, die unabhängig davon entstehen, ob Du Dein Produkt verkaufst oder nicht.

      Beispiel:

      Du verkaufst ein selbst hergestelltes Produkt, als auch ein angekauftes Produkt.

      Beide Produkte müssen zwischengelagert werden, bevor diese vom Endkunden erworben werden.

      Deine Lagerkosten bleiben somit konstant, unbedeutend wie stark Deine Verkaufszahlen sind.

    • Nachfolgeverkäufe:

      Löst ein Produkt Folgeverkäufe aus, ist es sehr wichtig diesen Wert zu ermitteln, insbesondere bei einem relativ geringen Preisniveau.

      Begutachte die Gewichtung Deines Produktes, zum Beispiel:

      Während ein Flugzeughersteller wie Airbus gut damit leben kann ein Folgegeschäft nur alle 7 Jahre tätigen zu können, hätte ein Unternehmer wie Mc Donald im Nachfolgerschaft erhebliche Schwierigkeiten.

    • Gewinn pro Sparte:

      Ein solcher Wert ist absolut hilfreich, jedoch kann er nur über eine Kostenstellenrechnung oder mit einem sogenannten Betriebsabrechnungsbogen (BAB) verlässlich ermittelt werden.

    • Finanzierungsbedarf:

      Der Finanzierungsbedarf ist das Ergebnis der Finanzierungsbedarfsrechnung.

      Die Finanzierungsbedarfsrechnung beantwortet die Frage, welche Fremd- und Eigenmittel im Rahmen eines Investitionsvorhabens für welchen Zeitraum zur Verfügung stehen müssen.

      Dieser Bedarf entsteht meist bei der Unternehmensgründung oder bei einer Erweiterung des Angebots.

      Der Gesamtfinanzierungsbedarf ist zunächst einmal die Summe aller Ausgaben, die im Rahmen eines Investitionsvorhabens anfallen.

      Zieht man vom Gesamtfinanzierungsbedarf das vorhandene Eigenkapital sowie die vorgesehene Eigenleistung ab, so ergibt sich der Fremdfinanzierungsbedarf.

    • Direkte Werbekosten:

      Durch die Werbemasnahmen, wie:

      • Fachzeitschriften
      • Mailingaktionen
      • Verbrauchermessen
      • und vielem mehr
      • können die Werbekosten dem Produkt unmittelbar zugeordnet werden.

    • Variable Selbstkosten:

      Hierzu zählen alle Kosten, die im direkten Zusammenhang mit dem Produkt stehen, wie zum Beispiel:

      • Materialkosten
      • Personalkosten
      • Werbekosten
      • Verkaufsprovisionen
    • Multiplikatoren-Vertrieb:

      Der Direktvertrieb verkauft das Produkt direkt zum Endkunden.

      Der Verkauf über Multiplikatoren, ist nichts anderes als der Verkauf über verschiedene Zwischenhändler.

      Beispiel der Großhandel verkauft die Ware an den Einzelhandel und dieser an den Endverbraucher.

      Somit ist der Einzelhändler der Multiplikator!

    • Alt-/Neukundenverhältnis:

      Neukundengewinnung ist bei den meisten Unternehmen wesentlich aufwendiger als ein Nachfolgegeschäft mit einem Bestandskunden zu tätigen.

      Das Verhältnis zwischen verkauften Produkten an Neu- und Altkunden bietet wertvolle Hinweise auf Dein bisheriges Verhältnis zum Kunden und beinhaltet mögliche Ansatzpunkte zur Verbesserung Deiner Unternehmenskultur und damit auch Deiner Absatzmenge.

      Unterschätze bitte nie das Verhältnis zwischen Deinen Alt- und Neukunden.

      Unterbreitest Du Deinen Neukunden einen Vorteil, solltest Du dies auch Deinen Altkunden bieten, ansonsten wird dieser zum Exkunde, da der Altkunde das Gefühl hat, nicht wertgeschätzt, sondern ausgenutzt zu werden.​

    • Lagerumschlagshäufigkeit:

      Für Industrieunternehmen ist die Lagerumschlagshäufigkeit eine Kennzahl der Materialwirtschaft.

      Diese zeigt Dir, wie oft der durchschnittliche Lagerbestand Deines Produktes in einer festgelegten Periode komplett aus einem Lager entnommen und ersetzt wurde

      Alle Materialien Deines Betriebes können hier bewertet werden, ob Rohstoffe, Hilfsstoffe oder Fertigprodukte.

      Führst Du ein Handelsunternehmen ist die Lagerumschlagshäufigkeit eine sehr wichtige Kennzahl
      zur Ermittlung des Beitrags des Leistungsfaktors.

      Dieser zeigt Dir welchen Betriebserfolg Dir diese Ware sichert.

      Die Differenzierungsmöglichkeit der Lagerumschlagshäufigkeiten nach Sorten, Artikeln, Artikelgruppen, Warenarten und Geschäftsstellen sind diese Kennzahlen im Sinne des strategischen Managements nützliche Indikatoren für Stark- und Schwachstellen des Handelsunternehmens und eignen sich auch als zwischenbetriebliche Kennzahl für den Betriebsvergleich.

      Du solltest stets eine hohe Umschlagshäufigkeit anstreben, denn die Lagerung Deiner Güter ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein gebundenes Kapital, welches Dir nicht zur Verfügung steht (totes Kapital).

    • Preis (gegenüber dem Wettbewerb):

      Dies bezeichnet die Betriebswirtschaftslehre als Wettbewerbsfähigkeit.

      Der Käufermarkt polarisiert immer mehr und die Discounter erzielen ihre Gewinne meist über den Umsatz, welcher durch den Preis gesteuert wird.

      Folgende Faktoren spielen außerdem stets eine Rolle:

      Auktionen

    • Preisspanne der kalkulatorische Gewinn:

      Bist Du der Mulitplikator, also der Zwischenhändler, so ist die Spanne zwischen Einkauf und Verkauf Deine Preisspanne.

      Diese steht direkt im Verhältnis zur Absatzmenge und den Kosten.

      Spekulierst Du auf Massenprodukte, so reicht eine kleine Preisspanne schon aus, um den Gewinn zu sichern
      und das Preis-Leistungsverhältnis lukrativ zu gestalten.

      Bei Produkten mit kleinen Absatzmengen und hohen Selbstkosten, ist die Preisspanne um vieles höher anzusetzen.

     

    Weiche Faktoren

     

    Da es sich bei den weichen Faktoren vorwiegend um subjektive Einschätzungen handelt, ist die Bewertung ein wenig subtiler.

    Es sei denn, Du kannst Dich auf aussagekräftige Auswertungen (Meinungsumfragen, Statistiken, etc.) berufen
    und deren Produktwirkungen nachweisen, wie zum Beispiel:

    • Der Nutzen:

      Bewerte, ob die Qualität Deines Produktes in einem angemessenen Verhältnis steht.

      Berücksichtige hier die Aussagen der Werbung, der Verpackung zum Image und der Wertigkeit.

      Dieser Wert umfasst nahezu die ganze Bandbreite der Einschätzungen, von subjektiv bis objektiv.

      Der US-Tarnkappenbomber B-2 kostet ca. 900 Millionen Euro.

      Der Gebrauchswert einer LED-Lampe lässt sich hingegen relativ gut bewerten, anhand der ersparten kw/h.

      Beachte, ob die Relation zum Verbraucher besteht und dessen individuelle Erwartung an das Produkt berücksichtigt wird.

      Diese stehen im direkten Zusammenhang mit Deinem Produkt und wenn Du beide Faktoren aufeinander abgestimmt hast,
      wird sich Dein Kunde, in seiner Kaufentscheidung bestärkt fühlen und schnellst möglich ein Nachfolgegeschäft tätigen.

      Möchtest Du langfristig mit Niedrigpreisprodukten Dein Geld verdienen, dann solltest Du mit auf das Nachfolgegeschäft bauen,
      denn das Verhältnis zwischen dem Gewinn des Produktes und dem Gewinn des Nachfolgegeschäftes
      ergibt erst Deine wirkliche Rendite.

      Verkaufst Du Schokolade wirst Du wohl kaum auf ein Nachfolgegeschäft bauen können.

      Verkaufst Du Dampfnudeln, hast Du die Möglichkeit folgende Zusatzkäufe zu erhalten, durch den Kauf von:

      Puderzucker, Vanillesauce, Erdbeersoße, Salz und Kartoffelsuppe.

      Bewerte Dein Produkt nach einem unschlagbaren preiswerten Kriterium.

      Wenn die Mundpropaganda und die Qualität positiv sind, dann spielt der Preis eine untergeordnete Rolle.

      • WMF-Geschirr
      • Tupperware
      • Kaffeevollautomaten
    • Information:

      Bewerte alle Informationen bezüglich des Funktionsumfangs, ob diese:

      • Plausibel und klar verständlich sind
      • Vollständigkeit liefern

      Auch hier gilt es für Dich zu prüfen, ob die Erklärung zur Bedienung, sowie die Handhabung Deines Produktes, folgendes aufweist:

      • Vollständigkeit
      • Plausibilität
      • Verständlichkeit

      Bewerte hier wieder für Dich selber, ob der Leistungsumfang die Produktanforderung des Endverbrauchers gewährleistet.

    • Funktionalität:

      Hier solltest Du bewerten, wie handhabbar und komfortabel Dein Produkt ist
      und ob es den Endkunden langfristig vor gesundheitlichen Schäden schützt.

      Die Ergonomie wird bei bestimmten Produkten mit einem Gütesiegel gekennzeichnet.

      Beurteile, wie gut oder schlecht und wie einfach oder kompliziert das Produkt ist.

      Die Handhabung steht hier ganz klar im Vordergrund.

      Abgesehen von dem USP, ist der Zusatznutzen mit einer der wichtigste Aspekte.

      Außer Du hast eine neue Nische entdeckt und somit eine neue Marktlücke geöffnet.

      Ist der Markt aber gesättigt, wirst du ohne diesen zusätzlichen Nutzen keine Verkaufszahlen erzielen können.

      Versuche Dir an Hand Fallbeispielen, den Zusatznutzen für Dein Produkt zu erörtern.

      Fruchtgetränke sind meist nur Zuckerwasser, doch durch das Medien-Marketing wird den Endverbrauchern verkauft,
      dass diese den Grundbedarf an Vitamine abdecken.

      Somit wäre der Zusatznutzen die Gesundheit.

      Wie man sieht kaufen die Verbraucher sehr naiv, was ihnen die Marketing-Abteilung vorgaugelt.

      Bestätigt Dein zusätzlicher Nutzen, dass Dein Produkt diesen wirklich erfüllt, hast Du evtl. einen Selbstläufer entdeckt.

      Das Leistungsmerkmal sollte auch einen Vorteil beim Endkunden wecken.

      Dieser muss leicht erkenntlich sein, damit er seinen Nutzen mit sich bringt.

    • soziale Relevanz:

      Folgende Unterpunkte sind in diesem Bereich zu überprüfen und zu bewerten:

      • Pflegbarkeit
      • Nutzbarkeit
      • Langlebigkeit
      • Energieverbrauch
      • Umweltverträglichkeit

      Folgende Kriterien sind zu bewerten:

      • Lebensdauer
      • Nachverkauf
      • Aktualisierungsmöglichkeiten

      Passe die Preisstruktur Deiner Kundengruppen an,
      indem Du eine klare und übersichtliche Produktstruktur mit Preisvorgabe anbietest.

      Bietest Du zu viel Auswahl an, wirst Du letztendlich nur Verunsicherung beim Endverbraucher erzeugen
      und somit Deine Verkaufszahlen bremsen.

      Dies spielt bei den Konsumprodukten im mittleren und unteren Bereich eine entscheidende Rolle.

      Ohne Qualität keine Leistung!

    • Die Erkennbarkeit:

      Umso unkomplizierter Dein Produkt ist, desto einfacher ist es das Verständnis des potentiellen Käufers zu erhalten.

      Somit ist der Aufwand, zur Darstellung des Kundennutzens umso niedriger (Werbeaufwand, Beratung, Produktbeschreibung, etc.).

      Das Ergebnis ist dadurch eine gute Marktakzeptanz.

      Diese wertet Dir die Wahrnehmung Deines Produktes aus, welche in der Öffentlichkeit,
      also beim Kunden oder beim Konkurrenten erreicht wird.

      Das Alleinstellungsmerkmal bezeichnet das Leistungsmerkmal,
      daß Deine Dienstleistung oder Dein Produkt vom Wettbewerb abhebt.

      Dieses Merkmal kannst Du erhalten durch:

      • den Preis
      • die Formgebung
      • den Produkt-Service
      • die Anwendungsmöglichkeiten
      • die technologischen Eigenarten
    • Die formale Relevanz:

      Die Verpackung ist vor dem Preis das letzte Kriterium, welches die Kaufentscheidung beeinflusst.

      Beachte wieder sehr genau die Harmonie des gesamten Produktes und vermeide,
      dass keine überzogenen und nicht einhaltbaren Versprechungen entstehen.

      Halte das Motto. „Das Auge isst mit!“

      Hier ist es ein MUSS den USP des Produktes zu unterstützen.

      Dies setzt voraus, dass das Design dem aktuellen Zeitgeschmack entspricht.

      Somit achte auf die Beschaffenheit und das Material der Verpackung:

      • Edel
      • Robust
      • Elegant
      • Rustikal

      Die Verpackung ist noch vor dem Preis der letzte Fakt, der das Kaufverhalten des Kunden beeinflussen kann.

      Somit solltest Du bitte keine überzogenen Versprechungen zum Ausdruck bringen,
      welche das Produkt und letztendlich Du nicht halten können.

      Dadurch würdest Du nur einen Ladenhüter erzeugen.

      Wenn dann steigere zuerst den Qualitätsstandard Deines Produktes!

     

    Der Lebenszyklus vom Produkt

     

    Dieser Prozess beginnt, sobald Dein Produkt in Gebrauch genommen wird.

    Somit ist Dir theoretisch vorgegeben, wann der Kunde eine erneute Produktanfrage an Dich stellen wird.

    Wird dieser Aspekt von Dir nicht beachtet oder unterschätzt, kann der bis dato erzielte Gewinn schnell in Gefahr kommen.

    Denn sobald die Marktsättigungsphase eintritt, sollte eine Erweiterung oder Erneuerung Deines Produktes wieder für den Markt verfügbar sein.

    Dadurch erhältst Du den Vorteil, Deinen Gewinn immer zeitnah gut investieren zu können, um die vorprogrammierte Nachfrage decken zu können.

    Nehmen  wir ein Beispiel aus dem HIFI-Bereich.

    Die Flat-Screens eroberten den Markt und kaum hatten die meisten Endkunden ein solches Gerät,
    kam die Erweiterung vom Plasma-Bildschirm, der LCD-Bildschirm.

    Natürlich steckt es im menschlichen Sammeltrieb, etwas up to date zu bleiben, doch gewährleistet es automatisch die erneute Nachfrage.

    Abgesehen davon entwickeln sich die Zusatzgeräte auch weiter und die „Kinderkrankheiten“ der ersten Modelle kommen zum Vorschein.

    Somit ist es für Dich stets wichtig, zu beobachten, in welcher Phase sich Dein Produkt befindet,
    um Zeitnah die Optimierungen oder Erweiterungen dem Endkunden zur Verfügung stellen zu können.

    • Einführungsphase:

      Dieser Produktzyklus beginnt, wie das Wort schon sagt, mit der Einführung Deines Produktes auf dem Markt.

      Bei einem neuen Produkt oder einer Nische, kann hier noch keine Einschätzung zum ´vollzogen werden,
      was die Nachfrage vom Endkunden betrifft.

      Diese Einschätzung wächst mit jeder Produkterweiterung!

    • Wachstumsphase:

      Hier wirst Du erkennen, wie Dein Produkt vom Verbraucher angenommen wird.

      Nun hat es höchste Priorität, dem Endkunden den Nutzen des USP zu verdeutlichen
      und immer wieder zu kommunizieren.

      Wenn der Kunde bei der ersten Produktveröffentlich, von Deinem Produkt oder Dienstleistung überzeugt ist,
      sparst Du Dir sehr viel Zeit, Aufwand und Kosten, was die kommenden Marketingmaßnahmen betrifft,
      denn die Mundpropaganda ist die stärkste Werbekampagne, die Dir zur Verfügung steht.

    • Reifephase:

      Die Rückmeldung vom Endverbraucher und von Deinem Forschungsteam, haben nun die Kinderkrankheiten beseitigt.

      Die Kunden sind wohl zufrieden, denn ansonsten wäre Dein Produkt nun schon ein Ladenhüter.

      Auch hier deutet der Name schon  den nächsten Schritt an, denn nun ist die Zeit reif, um das Nachfolgeprodukt zu entwickeln.

      Trend- oder Marktforschungen können hier sehr gut dazu beitragen, um den USP-Wert erneut an den Kunden zu vermitteln
      (aus Qualitätsgründen erfolgt die Umfrage!) und den USP-Wert zu ermitteln, welcher beim Kunden als Erfahrungswert wiedergegeben wird.

      Durch die Erfahrungen der Endkunden lässt sich gut ermitteln, welche Erweiterungen oder Verbesserungen
      beim Endverbraucher erwünscht wären und geben Dir die Möglichkeit, Dein Nachfolgeprodukt,
      spezifisch auf Deine begeisterten Kunden anzupassen.

      Dass Du damit die Nachfrage erhöhst und somit beim Folgeprodukt eine stärkere Einführungsphase erhältst, ist selbsterklärend.

    • Sättigungsphase:

      In diesem Prozesszyklus ist der Markt gesättigt und die Absatzmenge ist nicht mehr zu steigern.

      Stark zu beobachten ist, ob und wie sich die Absatzmenge senkt.

    • Veralterungs-Phase:

      Nun bist Du mit Sicherheit in der Phase, bei der die Absatzzahlen deutlich zurückgehen.

      Das Produkt wird bald keine Nachfrage mehr haben und somit kommt der ideale Zeitpunkt,
      das Folgeprodukt dem Verbrauchermarkt anzubieten.

    • Eliminierung:

      ´

      Wie das Wort schon sagt, wird Dein erstes Produkt eliminiert.

      Die Nachfrage ist fast gleich NULL und Du begibst Dich in Gefahr, einen Ladenhüter zu bekommen.

      Nun solltest Du die Restbestände trastisch reduzieren, um die Nachfrage bei den Kunden zu wecken,
      die sich den Originalpreis nicht leisten konnten.

      Ist der Eiserne-Bestand verkauft wird Dein Nachfolgeprodukt versandtfertig sein.

    Bei der Produktanalyse wird Deine Dienstleistung oder Dein Produkt nach bestimmten Kriterien untersucht:

    • Gestaltung
    • Güteeigenschaften
    • Konkurrenzfähigkeit

    Die Erfahrungswerte, die Du hier erhalten hast, kannst Du natürlich auch verwenden, um kurzfristig auf negative Veränderungen reagieren zu können.

    • Anspruchswandel der Kunden
    • Veränderung im technischen Fortschritt
    • Fehler in der Marketingstrategie
    • Marktanteilverlust

    Die Überprüfung möglicher Ursachen stellt Dir eine Grundlage für die weitere Entscheidung zur Modifikation oder Eliminierung eines Produkts dar.

     

    Fazit:

     
    • Diese Analyse Deines jeweiligen Produktes oder Dienstleistung, sollte als                                                                      „regelmäßig wiederkehrende Überprüfung der Markttauglichkeit“                                                                     durchgeführt werden. Marc Settele, Born4Money - Company-

                                                                         Dein Born4Money Team